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Autorenlesungen, Teil 2: Gerd Stricker - Geschichte der russischen orthodoxen Kirche in der Diaspora

Preis: €6,90

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DVD-Collection Autorenlesungen, Teil 2

Gerd Stricker
Geschichte der russischen orthodoxen Kirche in der Diaspora

55 Minuten, 6,90 €

ISBN 978-3-940452-23-8

Produktion: Detlef W. Stein

Kamera/Schnitt: Margarita Stein




Nach dem bolschewistischen Oktoberputsch 1917 flohen Millionen Russen aus der sich neu bildenden Sowjetunion, um der Unterdrückung und Verfolgung zu entgehen, die Geistliche im neuen System fürchten mussten. Mit der ersten Emigrationswelle verließen 20 Bischöfe und Hunderte Priester, die die russische Kirche hoffnungslos von Kommunisten durchsetzt sahen, das Land, um in Serbien 1921 die „Russisch Orthodoxe Kirche außer Landes“ zu gründen („Auslandskirche“). Aufgrund des ag¬gressiv antibolschewistischen und monarchistischen Charakters dieser Organisation verbot der Moskauer Patriarch auf Druck der Sowjets diese Formierung. Seit der Spaltung  werden die einen als „Imperialistenknechte“ und die anderen als „Sowjetbischöfe“ beschimpft, was in Streit und gegenseitiger Exkommunikationen resultierte.
Seit dem Untergang des Sowjetsystems erlebt die Russisch-Orthodoxe Kirche eine Renaissance. Von 2003 an wurden Verhandlungen zur Einigung geführt und am 17. Mai 2007 wurde das Schisma von Wladimir Putin offiziell für beendet erklärt.
Die Auslandskirche bleibt eine in inneren Angelegenheiten autonome Gruppe, jedoch ordnet sie sich der Jurisdiktion des Moskauer Patriarchats unter.
Diese Aufzeichnung dokumentiert die Buchpremiere des OEZ Berlin-Verlages im Berliner Rathaus im Herbst 2009.

Dr. Phil. Gerd Stricker (geb. 1941), Studium der Slawistik und Osteuropäische Geschichte, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ostkirchen-Institut der Evangelisch-Theologischen Fakultät Münster, zuständig für Kirchenpolitik in den postkommunistischen Ländern, seit 1987 Redakteur von „G2W/Glaube in der 2. Welt“) in Zürich, von 2004-2009 Chefredakteur.

 

 







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